Vorsicht bei Schnelldiäten
Schnelldiäten sind beliebt. „Doch wirken sie nicht dauerhaft und gefährden eine ausgewogene Nährstoffzufuhr“, so Antje Gahl, Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Nur eine Kombination aus Ernährungsumstellung, Verhaltensänderung und einer Steigerung der körperlichen Aktivität helfe, um langfristig abzunehmen. Aktuelle Studien belegen nicht eindeutig, ob schnelle oder langsame Diäten besser wirken.
Auf die Energiedichte achten
Die DGE empfiehlt Übergewichtigen, bei der Ernährungsumstellung vor allem auf die Energiedichte achten. Lebensmittel mit niedriger und mittlerer Energiedichte (bis 225 Kilokalorien pro 100 Gramm), zum Beispiel Obst und Gemüse, sollten Basis der täglichen Ernährung sein. Sie machen satt, ohne viele Kalorien zu enthalten. Zwei Äpfel, sechs Möhren oder 300 Gramm fettarmer Joghurt enthalten beispielsweise so viele Kalorien wie ein halbes Croissant.
Frühstück ja oder nein?
Ein kalorienreiches Croissant zum Frühstück ist also nicht das gesündeste. Doch das Frühstück ganz auslassen ist vermutlich auch nicht besser. Ernährungsexperten sind hier noch unschlüssig. Denn nur einige medizinische Studien sprechen sich fürs Frühstücken aus, andere zeigen keinen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Frühstück und Normalgewicht. Grundsätzlich aber regt ein ausgewogenes Frühstück den Stoffwechsel an, verhindert Hungerattacken und senkt so das Risiko für Übergewicht
Mehr Obst und Gemüse reicht nicht aus
Einfach mehr Obst und Gemüse zu verzehren und ansonsten munter weiterzuschlemmen reicht leider nicht aus. „Abnehmen kann nur derjenige, der weniger Kalorien zuführt als er verbraucht“, ist das Motto der DGE. Essen Sie am besten allgemein weniger fettreich und vorzugsweise Nahrungsmittel mit ungesättigten Fettsäuren, zum Beispiel Milch oder Pflanzenöl. Außerdem viele Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte und nur wenig Zucker und Salz
Verbrauchen Sie Kalorien
Neben einer ausgewogenen und kalorienarmen Ernährung, raten Experten zu mindestens 30 bis 60 Minuten täglicher Bewegung. Das führt zwar nicht zu einem rapiden Gewichtsverlust, schützt aber langfristig vor einer Gewichtszunahme. Gerne dürfen Sie auch mehr Sport treiben – ob Ausdauertraining, Krafttraining, Ballsport oder Tanzen ist dabei nicht entscheidend. Jede Aktivität verbrennt Kalorien
Gene oder Kindheitserfahrungen entscheidend?
Erwachsene, die sich als Kind ausgewogen ernährt und regelmäßig bewegt haben, fällt es später leichter, ein Normalgewicht zu halten, so manche Experten. Ob das wirklich an den Kindheitserfahrungen liegt oder an Genen, die das Gewicht über die gesamte Lebensdauer steuern, ist noch nicht vollständig geklärt
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung



